Am Anfang des 20. Jahrhunderts fand die Wissenschaft heraus, dass einige Pflanzen (Soja, Luzerne, Rotklee, grüner Tee und Kudzu) Phytoöstrogene enthalten. Dabei handelt es sich um starke Substanzen, welche den weiblichen Hormonen ähnlich sind. Man stellte ebenfalls fest, dass in den Ländern, in denen Soja, und insbesondere deren Isoflavone (Genistein, Glycitein und Daidzein), konsumiert wird, die Menschen weniger anfällig auf Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs sind. In den 70er Jahren synthetisierten die Forscher ein Molekül, welches den natürlichen Isoflavonen ähnlich ist, die Eigenschaften des Östrogens besitzt und dies ohne Nebenwirkungen.Was versteht man unter Ipriflavon?Bei Ipriflavon handelt es sich um ein Phytoöestrogen, welches aus einem der drei Soja-Isoflavonen synthetisiert wird. Durch zahlreiche Studien mit postmenopausalen Frauen und Personen mit Osteoporose konnte man die wohltuenden Wirkungen von Ipriflavon auf die Knochengesundheit ermitteln. Diese positiven Resultate auf die Knochendichte wurden ebenfalls im Labor und im Laufe klinischer Studien belegt.Wie wirkt Ipriflavon?Die Knochen erneuern sich ständig in einem stetigen Prozess von Bildung und Resorption. In bestimmten Lebensstadien kann das Gleichgewicht zwischen Knochenmineralisation und -resorption gestört werden. Die Osteoblasten, äußerliche Zellen, sind für die Knochenmineralisation verantwortlich. Die Osteoklasten befinden sich unterhalb der Osteoblasten und kümmern sich um die Knochenresorption. Wenn die Calciumwerte im Blut sinken, ändert sich die Form der Osteoblasten, was die Osteoklasten freilegt und dem Calcium ermöglicht, sich von den Knochen bis zum Rest des Körpers zu bewegen. Die Forscher suggerieren, dass Ipriflavon die Aktivität der Osteoklasten inhibiert, was die Knochendegeneration verlangsamt. Darüber hinaus könnte Ipriflavon die Aktivität der Osteoblasten stimulieren, welche für die neue Knochenbildung verantwortlich sind. Es ist wichtig zu betonen, dass Ipriflavon nicht nur die Degeneration der bestehenden Knochen inhibieren, sondern auch die Bildung neuer Knochen fördern kann.Wie wirkt es?Zahlreiche klinische Versuche, darunter mehrere in Italien über zwei Jahre, umfassten ungefähr 2.500 Teilnehmer. Die Resultate beweisen, dass bei Frauen in den Wechseljahren Ipriflavon (600 mg pro Tag) in Verbindung mit einer Calciumsupplementation der Osteoporose vorbeugen kann, insbesondere wenn es sich um 1.000 mg Calcium täglich handelt. Einige Studien zeigen, dass bei Personen mit Osteoporose Ipriflavon den Knochenverlust verlangsamen oder entgegenwirken kann. Dies gilt auch, wenn die Krankheit von einer Hemiplegie oder gewissen Tabletten kommt, wie zum Beispiel im Falle eines Prostatakrebs. Vorstudien weisen darauf hin, dass Ipriflavon eine positive Wirkung gegen einige Knochenerkrankungen ausüben kann, wie die Paget-Krankheit, Hyperparathyreoidismus und Otosklerose.Existiert eine wirksame Option zur Hormonersatztherapie?Wissenschaftler haben die Wirkungen von Östrogen in Verbindung mit Ipriflavon auf die Erhaltung der Knochenmasse nach der Menopause sowie weiteren Störungen aufgrund von Hormonveränderungen, welche für Frauen in dieser Zeitspanne charakteristisch sind (Hitzewallungen, usw.), erforscht. Es wurde festgestellt, dass man durch diese Verbindung geringere Östrogendosen einnehmen kann, als diejenigen, die man gewöhnlicherweise bei einer klassischen Hormonersatztherapie zu sich nimmt....
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